Iolante / Undine

Fr, 22.02.2019 - 19:00
Theater an der Wien, Wien

IOLANTA
 
Lyrische Oper in einem Akt (1892)
Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski
Libretto von Modest Tschaikowski
Konzertante Aufführung in russischer Sprache
 
 
UNDINE

Opern-Fragment (1869)
Musik von Peter Iljitsch Tschaikowski
Libretto von Vladimir Sollogub
Konzertante Aufführung in russischer Sprache
 
 
Kundenchampion 2018

Termine

Info

Musikalische Leitung: Evgeny Brazhnik

IOLANTA

Iolanta: Elena Mikhailenko
König René: Aleksei Tikhomirov
Herzog Robert von Burgund: Aleksei Isayev
Gottfried von Vaudémont: Ivan Guingazov
Ibn-Hakia: Grigory Soloviev
Almeríc: Ivan Volkov
Bertrand: Guiorgui Ekimov
Martha: Larisa Kostiuk
Brigitta: Olga Tolkmit
Laura: Ksenia Vyaznikova

UDINE

Undine: Elena Mikhailenko
Huldbrand: Ivan Gyngazov
Goldman: Grigory Soloviev
Bertha: Ksenia Vyaznikova

Orchester und Chor der Helikon Oper Moskau

Peter Iljitsch Tschaikowskis Undine und Iolanta in einem Doppelabend zeigen Anfangs- und Endpunkt seines Opernschaffens: Das Undine-Fragment ist der Rest von Tschaikowskis zweiter Oper. Sie entstand 1869 in der Hoffnung, eine Möglichkeit zur Aufführung im St. Petersburger Mariinski-Theater zu erhalten, die aber enttäuscht wurde. Tschaikowski mochte die zugrunde liegende Undine-Novelle von Friedrich de la Motte-Fouquet sehr und hatte sich begeistert an die Arbeit gemacht, aber das Theater stellte die Oper des noch unbekannten jungen Komponisten zurück und Undine kam dort nie auf die Bühne. 1870 konnte Tschaikowski Teile daraus konzertant in Moskau präsentieren, aber trotzdem interessierte sich niemand für eine ganze Aufführung. Resigniert verarbeitete der Komponist Passagen daraus in anderen Werken, so in seiner 2. Sinfonie, in der Schauspielmusik Schneeflöckchen zu Alexander Ostrowskis Stück Frühlingsmärchen und in Schwanensee. Anschließend zerstörte er die Partitur, nur wenige Nummern blieben erhalten.

Als hingegen Tschaikowski Iolanta schrieb, war er auf dem Höhepunkt seines Erfolgs – und fast am Ende seines Lebens, diese Oper sollte seine letzte sein. Der Einakter lag dem Komponisten sehr am Herzen: „Ich werde eine Musik schreiben, die der Welt Tränen entlockt“, verkündete er, als er mit der Arbeit begann. Abgesehen davon, dass sich am Vergleich beider Stücke Tschaikowskis stilistischer Weg als Opernkomponist ablesen lässt, verbindet sie noch mehr. Es sind beides Märchen, in denen der weiblichen Hauptfigur etwas Elementares fehlt: Undine eine Seele, Iolanta die Sehkraft, die in Modest Tschaikowskis Libretto deutlich mit Welt- und Gotteserkenntnis gleichgesetzt wird. Beiden kann nur durch die Liebe geholfen werden. Für Undine geht es schief, Huldbrandverrät sie und sie wird zu einer Quelle an seinem Grab, aber Iolanta wird durch die aufrichtige Liebe von Gottfried von Vaudemont zur Heilung geführt. Iolanta ist damit auch eines der ganz wenigen Bühnenwerke von Tschaikowski – von Dornröschen und Nussknacker abgesehen –, das ein glückliches Ende hat, und es wirkt daher wie eine unwillkürlich positive künstlerische Lebensbilanz des Komponisten.

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Veranstalter: Theater an der Wien

Infos zum Veranstaltungsort

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
1060 Wien

Tickethotline: +43 1 58885

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  • Fr., 22.02.2019 - 19:00Undine / Iolanta