Fairy Queen, TAW Saison 2016/17 © beyond, Mara Burmester

Veranstaltung abgelaufen

The Fairy Queen - Theater an der Wien

Semi-Opera in fünf Akten (1692)

MUSIK VON HENRY PURCELL
LIBRETTO VON THOMAS BETTERTON

In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Info

Musikalische Leitung: Christophe Rousset
Inszenierung: Mariame Clément
Ausstattung: Julia Hansen
Licht: Ulrik Gad
Sopran: Anna Prohaska
Mezzosopran: Marie-Claude Chappuis
Tenor 1: Kurt Streit
Tenor 2: Rupert Charlesworth
Bass: Florian Boesch

Les Talens Lyriques
Arnold Schoenberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner) Neuproduktion des Theater an der Wien

Das englische Theater der Restaurationszeit liebte große Bühnenspektakel, die sogenannten Semi-Operas. In ihnen wurde nicht nur gesungen, das halbe Stück bestand aus gesprochenen Dialogen und Tanz. Henry Pur- cell komponierte mehrere solcher Werke. Der Text von The Fairy Queen präsentiert eine Variante von Shakespeares Sommernachtstraum, worin die eingelegten musikalischen Maskenspiele zwar im Zusammenhang mit der Handlung stehen, aber als eine Art allegorischer oder witziger Kommentar fungieren. The Fairy Queen enthält viel von Purcells bester Musik, melancholische Liebesklagen, satirische Nummern und differen- zierte, farbenreiche Instrumentalpassagen. Der Erfolg des 1692 im Londoner Dorset Garden Theatre uraufgeführten Stückes war enorm. Nach dem frühen Tod des Komponisten geriet sein gesamtes Werk jedoch in Vergessenheit, die Partitur der Fairy Queen verschwand und wurde erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Seit das Interesse für Musik der Barockzeit erneut erwacht ist, erhielt auch The Fairy Queen wieder größere Aufmerksamkeit.

Eine Nacht in einem von der Realität weit entfernt liegenden, fantastischmagischen Raum verändert das Leben mehrerer Liebespaare: In Shakespeares Sommernachtstraum geraten Hermia, Helena, Demetrius und Lysander durch die Zaubereien des Kobolds Puck emotional völlig durcheinander, der magische Spuk macht auch vor Titania und Oberon, dem Herrscherpaar über das Feenreich, nicht Halt. Wenn der Morgen graut, haben all diese Figuren eine Reise durch ihr Unterbewusstes, ihre geheimen Sehnsüchte hin- ter sich gebracht und gehen verändert daraus hervor – trotz allen Wahns, oder gerade durch ihn sind die Gefühle geordnet, und sie können ihr Leben neu und hoffnungsfroh beginnen. Der fantastische Raum ist bei Shakespeare ein Wald, aber sein Stück ist auch eine Metapher für das Theater an sich Zuschauer wie Akteure durchleben bei einer Vorstellung emotionale Ver- wirrungen, Verzauberungen und möglicherweise auch Bewusstseins- und Lebensveränderungen. Der Ausflug in die Fantasie hat doch Auswirkungen auf die Realität, wo beginnt, wo endet Theater? „All the word’s a stage.“ „Die ganze Welt ist Bühne.“

Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten bei WIEN-TICKET und genießen Sie einen angenehmen Abend im Theater an der Wien!

Veranstalter: Theater an der Wien
 

Infos zum Veranstaltungsort

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
1060 Wien

Tickethotline: +43 1 58885

Theater an der Wien, Linke Wienzeile 6, 1060 Wien

» Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln