Peer Gynt, TAW Saison 2016/17 © beyond, Mara Burmester

Veranstaltung abgelaufen

Peer Gynt - Theater an der Wien

Oper in drei Akten (1938)

MUSIK VON WERNER EGK
LIBRETTO VON WERNER EGK IN FREIER NEUGESTALTUNG

nach dem gleichnamigen dramatischen Gedicht (1876) von Henrik Ibsen

In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln
 

Info

Musikalische Leitung Leo Hussain
Inszenierung Peter Konwitschny
Ausstattung: Helmut Brade
Licht: Guido Petzold
Dramaturgie: Bettina Bartz
Peer Gynt: Bo Skovhus
Solveig / Die Rothaarige: Maria Bengtsson
Aase / 3. Vogel: Natascha Petrinsky
Ingrid: Nazanin Ezazi
Frau des Vogtes / 2. Vogel: Cornelia Horak
Mads: Andrew Owens
Der Alte: Rainer Trost
Erster Kaufmann / Vogt: Michael Laurenz
Zweiter Kaufmann / Schmied: Zoltán Nagy
Dritter Kaufmann / Haegstadbauer: Igor Bakan
Der Präsident / ein Unbekannter: Stefan Cerny

ORF Radio-Symphonieorchester Wien Arnold Schoenberg Chor (Ltg.: Erwin Ortner)

Neuproduktion des Theater an der Wien

Werner Egk komponierte Peer Gynt 1937/38 im Auftrag der Berliner Staatsoper, wo er seit 1936 als 1. Kapellmeister engagiert war. Henrik Ibsens fantastisches Stück über die Suche eines verstiegenen Egomanen nach dem Sinn des Lebens bot Egk Möglichkeiten für eine abwechslungsreiche Partitur, in die er – in stilistischer Nähe zu Kurt Weill – damals von den Nationalsozialisten eigentlich abgelehnte Elemente wie Charleston, Tango und Instrumente wie gestopfte Trompete oder das Saxophon inte- grierte. Trotzdem gefiel die Oper offiziell, Adolf Hitler und Joseph Goeb- bels zeigten sich angetan. Egk gelang es, auch nach 1945 seine Karriere fortzusetzen, und seine Opern blieben auf den Spielplänen. Musikalisch ist die Auseinandersetzung mit Peer Gynt lohnend, zeichnet die Oper sich doch durch eine einzigartige Klangsprache aus: Farbenreiche Stim- mungsmalereien, kräftige Figurencharakterisierungen und eine rhythmisch pointierte und mit Mitteln der Satire arbeitende Schilderung des Troll- reiches erzeugen ein mitreißendes Musiktheater.

Peer Gynt lebt in ärmlichsten Verhältnissen, aus denen er sich in eine Fantasiewelt flüchtet. Er verliebt sich in Solveig, aber als er auf einer Dorfhochzeit von ihr abgewiesen wird, verursacht er einen Skandal und flieht. Er gerät in die Gewalt des Trollkönigs, soll dessen Nachfolger werden und die Trolltochter heiraten. Die damit verbundenen Bedingungen ängstigen ihn jedoch, er wehrt sich. Als die Trolle ihn bedrohen, ruft er verzweifelt nach Solveig, und die Trolle lassen von ihm ab. Solveig kommt zu ihm, aber ihr Zusam- menleben wird von der Tochter des Trollkönigs gestört, Peer flieht erneut. Jahre später ist er mit krummen Geschäften sehr reich geworden und will Kaiser der Welt werden. Das Projekt scheitert jedoch, und wieder fällt er in die Hände des Trollkönigs, der über sein Leben richten will: Fällt das Urteil negativ aus, dürfen die Trolle ihn behalten. Verstorbene, die Peer kannten, werden befragt, keiner spricht für ihn, nur seine inzwischen tote Mutter verlangt, dass er als Chance jemand suchen solle, der eine gute Seite an Peer kennt und auf ihn wartet. Peer findet schließlich zurück zu Solveig. Allen Intrigen der Trolle zum Trotz heißt sie ihn liebevoll willkommen und erlöst ihn damit von der Verfolgung durch die Unterwelt.

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Veranstalter: Theater an der Wien


 

Infos zum Veranstaltungsort

Theater an der Wien

Linke Wienzeile 6
1060 Wien

Tickethotline: +43 1 58885

Theater an der Wien, Linke Wienzeile 6, 1060 Wien

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