Leopold Museum

Leopold Museum, Wien

WIEN UM 1900 - Klimt, Moser, Gerstl, Kokoschka bis 10.06.2018

SCHIELE - BRUS - PALME - Absturzträume bis 11.06.2018

ANTON ROMAKO - Beginn der Moderne bis 18.06.2018

WOW! THE HEIDI HORTEN COLLECTION - Sonderausstellung bis 29.07.2018

ZORAN MUŠIČ - Posie der Stille bis 06.08.2018

EGON SCHIELE  - Die Jubiläumsschau bis 04.11.2018

Tickets gültig ein Jahr ab Ausstellungsdatum!

 

Termine

Info

Wien um 1900 (bis 10.06.2018)

Das Leopold Museum beherbergt die größte und bedeutendste Sammlung an Werken von Egon Schiele und eine gleichermaßen einzigartige Kollektion an Meisterwerken der Kunst Wiens um 1900. Anlässlich des Themenjahres zur Wiener Moderne präsentiert das Museum ab 18. Jänner ausgewählte Werke der Hauptvertreter des Wiener Jugendstils Gustav Klimt (1862–1918) und Koloman Moser (1868–1918) sowie der wegweisenden Expressionisten Richard Gerstl (1883 1908) und Oskar Kokoschka (1886–1980) in einer völlig neuen Zusammenstellung. Hauptwerke Gustav Klimts wie Tod und Leben (1911/15) oder die 1900 entstandene Seelandschaft Am Attersee sind ebenso zu sehen wie Kolo Mosers Gemälde, so etwa die Venus in der Grotte (1914). Auch herausragende Beispiele des Designs um 1900 wie Möbel, Kunsthandwerk, Plakate und Entwürfe aus der Hand des „Tausendkünstlers“ und Mitbegründers der Wiener Werkstätte werden präsentiert. Die radikalen Werke des Protoexpressionisten Richard Gerstl sind erstmals nach den erfolgreichen Ausstellungen in der Schirn-Kunsthalle Frankfurt und der Neuen Galerie New York wieder im Leopold Museum zu sehen, welches die umfangreichste Gerstl-Sammlung besitzt. Gezeigt werden unter anderem die beiden großformatigen Selbstbildnisse, Ikonen der Wiener Moderne. Oskar Kokoschka, Enfant terrible der Wiener Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts, wird mit herausragenden Gemälden ebenfalls im Fokus dieser Ausstellung stehen, allen voran sein richtungsweisendes Selbstbildnis, eine Hand ans Gesicht gelegt von 1918/19, das ebenso Ausdruck von Zweifel und Selbstbefragung des Künstlers ist als auch Symbol für den Aufbruch der österreichischen Kunst in eine neue Zeit.

Schiele - Brus - Palme: Absturzträume (bis 11.06.2018)

Egon Schiele (1890–1918), Günter Brus (* 1938) und Thomas Palme (* 1967) – Enfant terribles ihrer jeweiligen Generation – erweiterten mit ihren Arbeiten den herkömmlichen Kunstbegriff. Schieles schonungslose Beschäftigung mit dem Individuum, mit dem Selbst, war der notwendig verstörende Auftakt für das von zwei Weltkriegen erschütterte 20. Jahrhundert. In den 1960er Jahren nimmt Günter Brus den Körper als Kapital für die Kunst wieder auf und radikalisiert Schieles Analyse des Ichs, indem er bald Papier und Leinwand verlässt und sich wortwörtlich einer Zerreißprobe stellt. Eine Generation später ist es Thomas Palme, der das Erbe von Schiele und Brus in seinen Grafiken weiterführt, indem er jene zitiert, weiterdenkt oder ihnen antwortet. In der Ausstellung entsteht ein fiktiver – zwischen Brus und Palme auch direkter – Dialog, der zeitliche, räumliche und gesellschaftliche Grenzen bei aller existentialistischen Pein oft auch spielerisch hinter sich lässt.

Anton Romako - Beginn der Moderne (bis 18.06.2018)

Anton Romako gehört zu jenen Künstlerpersönlichkeiten, die visionär und intuitiv neue malerische Möglichkeiten für die Interpretation des Sichtbaren eröffneten. Bis heute hat sein Werk nichts an der irritierenden Faszination verloren, mit der er ab 1875 konventionelle Darstellungsformen subtil in Richtung einer diffizileren, psychologisierenden Interpretation veränderte. Die stilistischen Brüche verliefen parallel mit seiner wechselvollen Biographie. Ausgebildet als Historienmaler in München und Wien erwarb sich Romako in Rom innerhalb zweier Jahrzehnte Ruhm und Anerkennung als Porträtist und hervorragender Genremaler. Nach der Trennung seiner Frau 1875 kehrte er nach Wien zurück und vollendete nun Werke, deren eigenwillige Kombination von ausdrucksstarker Linie und freier malerischer Pinselführung das Verständnis seiner Zeit überforderte. Rudolf Leopold hat die Bedeutung von Anton Romako als einer der großen Wegbereiter der Moderne sehr früh erkannt, sodass das Leopold Museum wie die Privatsammlung Leopold heute über eine der größten Sammlungen des Malers verfügt. Dazu zählen Meisterwerke, wie die beiden Porträts der Druckerfamilie Reisser, die Gräfin Kuefstein, Odysseus und Circe oder das Mädchen, einen Wildbach überschreitend. Die Retrospektive im Frühjahr 2018 im Leopold Museum präsentiert herausragende Werke aus dem OEuvre dieses ungewöhnlichen Malers.

WOW! The Heidi Horten Collection (bis 29.07.2018)

Mit der Ausstellung „WOW! The Heidi Horten Collection“ wird eine der beeindruckendsten europäischen Privatsammlungen erstmals öffentlich gezeigt. Die Präsentation im Leopold Museum folgt dem lang gehegten Wunsch der Sammlerin, die seit den 1990er-Jahren sorgfältig zusammengetragenen Meisterwerke von Gustav Klimt über Andy Warhol bis Damien Hirst einem breiten Publikum zugänglich zu machen. So zeigt die Ausstellung über 150 Werke aus 100 Jahren Kunstgeschichte und bietet zugleich einen individuellen Blick auf das Spektrum an Kunst und KünstlerInnen, das Heidi Goëss-Horten unter einem Dach vereinen konnte. Der deutsche Expressionismus sowie die amerikanische Pop-Art bilden dabei die größten Werkgruppen. Mit Exponaten von MarcChagall, Ernst Ludwig Kirchner, Paul Klee, Gustav Klimt, August Macke, Franz Marc, Henri Matisse, Joan Miró, Edvard Munch, Pablo Picasso, Egon Schiele, Francis Bacon, Georg Baselitz, Jean-Michel Basquiat, Jean Dubuffet, Lucio Fontana, Lucian Freud, Damien Hirst, Alex Katz, Yves Klein, Roy Lichtenstein, Robert Rauschenberg, Gerhard Richter, Mark Rothko, Andy Warhol u.a.m.

ZORAN MUŠIČ - Posie der Stille (bis 06.08.2018)

Zoran Mušič (1909–2005) zählte bereits zu den arrivierten slowenischen Malern, als er Ende 1944 für mehrere Monate ins Konzentrationslager Dachau verschleppt wurde. Zeichnungen, die dort entstanden, wurden zu erschütternden Zeitdokumenten. In der Nachkriegszeit ließ sich der Maler in Venedig nieder, wo er ikonenhafte Porträts seiner Frau Ida Barbarigo sowie die ersten unverkennbaren Cavallini aus Dalmatien malte. Der launischen Handschrift des Erdreliefs spürte Mušič unterdessen in den Hügelwelten Umbriens und der Toskana nach. Als ihn 1952 die Galerie de France unter Vertrag nahm, übersiedelte er nach Paris, wo er fortan über längere Perioden hinweg lebte. Seit 1948 nahm er mehrmals an der Biennale in Venedig teil, war bereits 1955 mit seinen Arbeiten an der documenta I in Kassel vertreten und wurde zahlreiche Male international ausgestellt und ausgezeichnet. Mitte der 1950er-Jahre definierte Mušič in seinen farbintensiven Arbeiten die Landschaft einschließlich der Bildprotagonisten gleichsam als ornamentales Gewebe, um bald einen Schritt in die Abstraktion zu wagen. Diese bis 1963 währende Phase wurde von einem Werkkreis abgelöst, in welchem Mušič zunehmend zu einer anthropomorphen Auffassung der Landschaft fand. Das unauslöschliche Trauma der KZ-Erfahrung verarbeitete der Maler abermals ab 1970 im Bilderzyklus Wir sind nicht die Letzten. Diesen schonungslosen Visionen des Schreckens folgten Stimmungsbilder aus Mušičs venezianischer Wahlheimat sowie zahlreiche in gedämpften Tönen gemalte Selbstbildnisse. Diese sind Zeugnisse einer unermüdlichen Suche nach den Antworten auf die Grundfragen der menschlichen Existenz. Anhand von über 160 Leihgaben aus mehreren internationalen Sammlungen werden alle Schaffensphasen des stillen Einzelgängers präsentiert.

Egon Schiele - Die Jubiläumsschau (bis 04.11.2018)

Im Jahr 2018, 100 Jahre nach seinem Tod, ist dem zentralen Künstler aus der Sammlung des Leopold Museum, Egon Schiele (1890–1918), eine besondere Ausstellung gewidmet: einzigartig durch die Kombination von Gemälden, Papierarbeiten und zahlreichen Archivalien präsentiert die Ausstellung die wichtigsten Themen im Schaffen des Künstlers: zunächst sein selbstbewusstes Heraustreten aus der Tradition und seine Findung als Ausdruckskünstler, in der Folge Motivgruppen wie die ambivalente Figur der Mutter oder die Tabubrüche in Form der Darstellung junger Mädchen und Buben, des weiteren Themen wie Spiritualität und Verwandlung, seine enigmatischen Häuser und Landschaften oder etwa seine spannungsvoll komplexe Analyse in seinen Porträtdarstellungen. Die Gewichtung der Ausstellung ergibt sich aus jener der Sammlungen Leopold, die Kunstgeschichte schrieben: bei den Ölbildern wie den Papierarbeiten liegt der Schwerpunkt auf den expressionistischen Jahren 1910–1914, wobei die Blätter zu je einem Drittel den Selbstdarstellungen, den Porträts und Akten der Mädchen und schließlich jenen erwachsener Frauen gewidmet sind. Demgegenüber umfassen die Gemälde alle oben genannten Themen. Neben dem umfassenden Sammlungsbestand, deren Papierarbeiten aus restauratorischen Gründen in drei Durchläufen gezeigt werden, sind einzelne herausragende Schiele-Werke von internationalen Sammlungen als „noble Gäste“ in die Jubiläumsausstellung integriert.

Zu den aktuellen Ausstellungen

Erwerben Sie jetzt Ihre Eintrittskarten für das Leopold Museum im Vorverkauf!

Veranstalter: Leopold Museum - Privatstiftung

Infos zum Veranstaltungsort

Leopold Museum

Museumsplatz 1
1070 Wien

Tickethotline: +43 1 58885

Leopold Museum, Museumsplatz 1, 1070 Wien

» Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Bildergalerie

WOW! The Heidi Horten Collection